3 Zufluss Fischbach

 

Der Fischbach sammelt sich östlich des Nürnberger Ortsteils Fischbach aus dem Prezengraben und kleineren Gräben des Brunner Bergs und fließt relativ geradlinig auf die Pegnitz zu. Kurz vor dem Valznerweiher knickt der Fischbach am sogenannten steinernen Wehr in Richtung Dutzendteich ab. Hier besteht die Möglichkeit, den Fischbach wahlweise zu den Valznerweihern oder dem Großen Dutzendteich zu leiten. Sein ursprüngliches Fischbachbett wird heute vom Goldbach ausgefüllt.

 

Der Fischbach ist eines der kleinen Fließgewässer Nürnbergs, mit einer nahezu dauerhaften Wasserführung. Die kleinen Bäche und Gräben im sandigen und regenarmen Mittelfränkischen Becken fallen während des Sommers in regenarmen Perioden immer wieder trocken.

Der Fischbach wurde 1496 aus seinem eigenen Bachbett zum Dutzendteich umgeleitet. Zwei Gesichtspunkte spielten dabei eine Rolle:

  • Die Wasserversorgung des Dutzendteichs sollte stabilisiert werden.
  • Die Mühlen, Wäschereien und Hammerschmieden entlang des Dutzendteich-Ausflusses meldeten einen erhöhten Wasserbedarf an.

Heute liegt der eigentliche Mündungsbereich des Fischbachs zwischen dem Gelände des Ruderverein Nürnberg von 1880 e. V. und dem des Yacht-Club Nürnberg e. V.

Neben der Fischgewinnung (in einer Stadt ohne große Wiesen für Kühe stellte das Fischprotein eine wichtige Nahrungskomponente dar) war der Dutzendteich in historischer Zeit vor allem als Energielieferant von Bedeutung. Sein Wasser trieb zwei Mühlen in der Stadt und das Hammerwerk direkt unterhalb des Ausflusses an. Es wurde unterwegs zu Ziegelherstellung verwendet und versorgte zwei Waschhäuser mit dem erforderlichen Nass.  

Teilrenaturierung

Ein Teil des Fischbachs beim alten Bahnhof Dutzendteich wurde renaturiert. Der früher verrohrte Bach darf jetzt wieder frei in einem neu ausgebaggerten Bett fließen. Die VAG musste diese Maßnahme als Ausgleich für Eingriffe wegen des Staßenbahnbaus am Nordufer des Dutzendteichs bezahlen.